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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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„

lich glaͤnzende Geſchenk, ſo verfinſterte es ſich ſichtbarz und mit einem trockenen: „Ich darf von Niemanden Geſchenke nehmen!“ wollte ſie das Zimmer ver⸗ laſſen.

„O ſeyd doch nicht ſo ſtreng!“ rief Franz, in⸗ dem er ihr bittend nacheilte. „Mißfuͤllt euch denn meine kleine Gabe ſo ſehr? Ehe ihr ſie ſaht, habt ihr ſie ja doch nicht ſo ganz unbedingt verſchmaht.“

„Eure kleine Gabe?“ antwortete das Mäd⸗ chen Ahn „Ware ſie das wirklich, ſo haͤtte ſie mich vielleicht erfreuen können. Doch dies theure Geſchenk ſagt mir nur zu deutlich, daß ich mich bis⸗ her in euch irrte; und ſolcher Irtthum iſt niemals erfreulich. — Ihr habt,“ fuhr ſie fort, „eine alte, wackere Mutter, die ſich von der Arbeit ihrer Hände ernaͤhrt; eine Schweſter, die jung iſt, wie ich, aber im einförmigen Leben des taglichen Erwerbens wenig Jugendfreuden kennt: wie mogt ihr es nur uͤber euch gewinnen, einer Fremden ſo theure Geſchenke anzu⸗ bieten, da ihr doch, was euch entbehrlich iſt, fur die Eurigen verwenden ſolltet? — Ihr habt mich ſehr falſch beurtheilt, wenn ihr glaubtet, auf ſolche Weiſe meinen Beifall zu gewinnen; ja, ich muß es euch, auf⸗