229 richtig geſtehen, daß ihr noch vor einer Stunde mir um gar vieles beſſer gefielet, als eben in dieſem Au⸗ genblick.“
Mit dieſen Worten war ſie aus dem Zimmer, ohne daß es Franzen gelang, ſie zum zweitenmal aufzuhalten, und er ſah ſich gezwungen, ſein Geſchenk zuruͤckzunehmen, aus Furcht, auch noch das Miffal⸗ len der Eltern auf ſich zu ziehen, wenn dieſe etwas davon erfuͤhren. Luiſen ſagen, daß ſeine Mutter eben jetzt alle Unterſtuͤtzung von ihm verſchmaͤhe — das konnte er nicht, und noch weniger den Grund davon, weil ihm Beides in ihren Augen wenig Ehre gebracht haben wuͤrde; ſo blieb ihm alſo nichts an⸗ ders uͤbrig, als ſie mit der Bitte wieder außzuſuchen, daß ſie ihm nur noch jetzt nicht ihr ganzes Wohl⸗ wollen entziehen, nur noch nicht ſogleich ganz be⸗ ſtimmt über ſeine Handlungen entſcheiden möge.
„Seyd ihr mir doch ein Fremder!“ antwortete das Mädchen, wie es ſchien, ſich beſinnend; „mit welchem Rechte konnte ich denn uͤber eure Handlun⸗ gen richten? Ihr muͤßt nur nicht verlangen, daß ich Geſchenke annehme, die mir zu nehmen unangenehm ſeyn wuͤden. — Seht!“ ſetzte ſie hinzu, „da kom⸗


