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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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Franz hatte indeſſen zuerſt ſeinen Weg zu der Werkſtatt genommen, wo er arbeitete, weil er wirk⸗ lich dort noch eine Kleinigkeit zu vollenden hatte. Sobald dies geſchehen war, eilte er, die geſtern er⸗ handelten Verbeſſerungen an ſeinem Anzuge geltend zu machen, ſchob dann in die geräͤumige Rocktaſche das ſchon vorhin erwähnte Paket, welches nichts an⸗ ders enthielt, als ein weiß ſeidenes, ganz gut ausge⸗ waͤhltes Tuch von der neumodigſten Art, zum Ge⸗ ſchenk fuͤr die ſchoͤne Luiſe beſtimmt, und wanderte nun mit dem Schlage zehn Uhr in die Vorſtadt zu ihrem Vater, den fleißigen Blumenpfleger, dem er gern und unbeneidet alle Schätze ſeines Gartens ge⸗ laſſen haͤtte, waͤr' es ihm nur möglich geweſen, das einzige Röslein von ihm zu gewinnen, auf das nun einmal ſein Sinn und Streben gerichtet war. Doch ſchien es damit noch im weitem Felde; und Alles, worauf er bis jetzt einige Hoffnungen gruͤndete, war noch ſehr ſchwankend und ungewiß. — Eigentlich ging er heute in der Abſicht hin, den, nach welchem er fragte, nicht zu finden: denn er muſte wohl, daß der wackere, verſtndige Anton, dem die Wochentage nicht Zeit zu anderer Beſchäftigung,