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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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gewiß nicht durch Zauberkuͤnſte, in die Haͤnde der Geberinn gekommen ſeyn konnte; ja, ich habe ſogar Vermuthungen daruͤber, die ihr auch erfahren ſollt, ſobald ſie mir nur erſt zur Gewißheit geworden ſind. Ueberhaupt ſcheint mir's, die ganze Sache könne, auch in dem Sinn, wie ihr es meint, vielleicht eu⸗ rem Sohn eher Nutzen als Schaden bringen. Ich will verſuchen, was ſich dabei thun laͤßt. — Iſt er denn heute am Nachmittag zu Hauſe?“

Die Frage ward mit Nein beantwortet. Er werde nicht zuruͤckkommen, da er den Sonntag Nachmittag gewöhnlich in R**s Garten zubringe. „So?2“ er⸗ wiederte der Fremde mit nachdenklicher Miene; „nun denn! ich will noch uͤberlegen, was in eurer Angelegen⸗

heit geſchehen kann. Erwartet jetzt nur ganz ruhig des

Sohnes Heimkehr, und fur das Uebrige laßt mich ſor⸗ gen. In kurzer Zeit werdet ihr wieder von mir hoͤren.“ So ſprechend verließ er den Laden, ohne ſich naͤher erklaͤren zu wollen; und, zwar im Vertrauen auf ihn, um vieles ruhiger, aber doch in völliger Un⸗ gewißheit uͤber das, was ſie eigentlich von ihm hoffen duͤrfe, blieb die Mutter mit der Tochter zuruͤck.