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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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ſtrebte. Der glucklich leichte Sinn der erſten Ju⸗ gend, die mancherlei ihr bisher fremden Zerſtreuun⸗ gen einer großen Stadt, und Stolz, der ſich keine Schwaͤche vorzuwerfen haben wollte, unterſtuͤtzten ſie dabei; ſo ward allmaͤhlich der verletzende Stachel aus dem faſt noch kindlichen Herzen getilgt, und es fand ſeine ganze fruhere Heiterkeit wieder. Lieblicher als je bluhte nun die ſchoͤne verpflanzte Roſe empor, und manches Auge erfteute ſich, hier beſcheidener, dort dreiſter, an ihrem Reiz. Bald ward Marianne Oſt⸗ heim als eine der Anmuthigſten unter ihren jetzigen Mitburgerinnen genannt; und wahr iſt's, Lob und Schmeichelei wirkten mit ein, ihr den Aufenthalt in S. angenehm zu machen. Ganz ſchwindelnd ward ihr indeſſen doch nie durch dieſen reichlich geſpendeten Weihrauch; niemals vermochte er, in ihrer Seele das milde Licht eines edleren, fuͤr das Beſſere empfuͤng⸗ lichen Sinnes zu erſticken. Dies dankte ſie vor Al⸗ lem dem Umgang der vielgepruͤſten, um ſechs Jahr aͤlteren Amalie; und doppelt gluͤcklich war es, daß dieſer ſtille Einfluß ſie beſchirmte, da ihr Stiefvater, erfreut durch die ſeiner Tochter dargebrachten Huldi⸗ gungen, auch nicht das Mindeſte that, dem Nach⸗