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theil derſelben zu wehren. — Jener anſcheinend un⸗ bebeutende, wenn gleich von Wildau in ſehr wohl⸗ wollender Abſicht gegebene Empfehlungsbrief ward ihr weit nuͤtzlicher, als ſie ſich's damals traͤumen ließ; nützlicher ſelbſt, als ſie es noch jetzt in voller Klarheit erkannte. —
Unter mancherlei Abwechſelungen entflohen ihre Tage ſchnell. Oſt dachte ſie noch mit treuem Her⸗ zen der verlaſſenen Heimath, oft mit inniger Liebe der entfernten Freunde; doch fuͤhlte ſie ſich auch hei⸗ ter und zufrieden in ihrer jetzigen Lage. Amalie blieb ihr noch immer von allen Frauen, welche ſie kennen lernte, die liebſte; und dieſe Liebe fand die herzlichſte Erwiederung. Dem erſten ſchnellgeweckten Zutrauen getreu, theilten die beiden Freundinnen einander jede Freude, wie jedes Leid, unverhehlt mit; nur hatte Amalie, zu Mariannens aufrichtiger Bekuͤmmerniß, bei weitem amn ſeltenſten die erſte zu vertrauen. Doch eines Tages trat auch ſie mit minder ernſter Miene, als gewohnlich, in das Zimmer der juͤngern Freun⸗
dinn. Auf der durch langen Schmerz gebleichten
Wange lag wieder ein leiſer Hauch der fruͤheren Ju⸗ gendblaͤthe, und die feinen regelmaßigen Geſichtszůge


