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Geſchenk von F. empfangen, mit bitterem Lächeln ihr Brief geleſen. „Sie haben Recht, ſchoͤnes Kind!“ ſprach er dann, langſam das Bild von ſeiner Huͤlle befreiend; „ein entfernter Liebhaber iſt langweilig. Auch ich fing ſchon an zu fuͤhlen, daß ein Roman in der Ferne nichts taugt. Beſſer, wir machen ihm ein Ende! Dies Bild — er hing es bei dieſen Wor⸗ ten mit wohlgefaͤlligem Blick uͤber ſeinem Pult auf — dies Bild wird ſchon einen Platz finden, wo es dauernder gern geſehen iſt, als bei Ihnen.“ — Dieſen Platz fand es denn auch wirklich bald; weit eher, als es ganz aus Mariannens Erinnerung verdraͤngt war. Es kam noch mancher Augenblick, wo ſie gern gezweifelt, gern entſchuldigt hätte; wo
ſie faſt grubelnd ſtrebte, F's Betragen eine minder
nachtheilige Seite abzugewinnen. Doch jetzt las ſie ſeinen letzten Brief an Amalien; und dieſe kalten, verwundend hoͤflichen Worte, von der nämlichen Hand geſchrieben, welche ihr nur Verſicherungen ewigen Andenkens geſandt hatte, machten den tief⸗ ſten Eindruck auf ſie. Der letzte, taͤuſchende Schim⸗ mer entwich; Vergeſſen, Verlöſchen des Vergange⸗ nen aus ihrem Gemuͤth, war Alles, wonach ſie jetz


