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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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in ihr Zimmer trat. „Es that mir weh,“ ſagte ſie, „mit einem vielleicht bitteren, ſchmerzlichen Gefuͤhl Sie ſo ganz ſich ſelbſt uͤberlaſſen zu wiſſen; und kann Ihnen gleich in dieſen Augenblicken meine Theilnahme wenig ſeyn ſo ſollen Sie doch auch dies Wenige nicht entbehren, weil ich ſuchte, mir eine unangenehme Empfindung zu erſparen.“

Geruhrt reichte ihr Marianne die Hand, und vergalt nun Guͤte und Herzlichkeit mit vollem Ver⸗ trauen. — Amalie mißbilligte die augenblickliche Zuruͤckſendung des Bildes nicht, wohl fuͤhlend, daß die Spannung der gegenwaͤrtigen Stunde vielleicht die Ausführung des als recht Erkannten erleichtere. So ſchrieb nun Marianne: „zhr Briefwechſel mit einem ihm vollig Unbekannten werde von ihrem Vater un⸗ gern geſehen: um ſich alſo nicht Mißdeutungen aus⸗ zuſetzen, muͤſſe ſie denſelben verbitten, ſo wie ſie aus gleichem Grunde das Gemaͤlde zuruͤckſende;“ und ihr Brief ward, nebſt dem Käſtchen, noch am naͤmlichen Tage abgeſchickt. Erſt als dies geſchehen, und auch ihren Pflegeeltern nun Alles mitgetheilt war, fuͤhlte ſie ſich uhiger.

Mit Verwunderung ward das zuruͤckgeſe