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ſe abzuholen. Nun war die Zeit voruber, wo ſie bei ihrer gutmuͤthigen Wirthinn vielleicht uͤber das, was ſie ſo ſehr bekuͤmmerte, Licht haͤtte finden kon⸗ nen; denn ihr jetziger Begleiter betrieb ſeine Abreiſe höchſt eilig. Noch an dem naͤmlichen Morgen mußte ſie, zwar anſcheinend ruhig, doch mit dem traurig⸗ ſten Herzen, ihren Weg fortſetzen. —
Ihren Siefvater fand ſie, vielleicht weil die gunſtige äußere Lage ihn erheiterte, bei weitem weni⸗ ger finſter und verſchloſſen, als ſie erwartet hatte. Er befragte ſie während der Reiſe uͤber Manches, ihre Fortſchritte betrefſend, und freute ſich ſehr, zu erfah⸗ ren, daß ſie male. Gleich nach der Ankunft in ſei⸗ ner Wohnung mußte ſie ihm einige ihrer Verſuche in dieſem Fach zeigen; ſie gefielen ihm, und er em⸗ pfahl ihr, ſich ja allein fortzuuͤben, bis er Gelegen⸗ heit finde, ihr von Neuem Unterricht zu verſchaffen. So hatte ſie denn nun einen Vorwand, ſich, gegen ihren fruͤheren Vorſatz, wieder mit dem Bilde deſſen zu beſchaͤftigen, der ihr jetzt doch wenigſtens zweideu⸗
tig ſcheinen mußte. Bisher hatte ſie daſſelbe tief unten
in ihren Reiſekoffer gelegt, gelobend, es dort zu be⸗ wahren bis zur Entſcheidung, als ſey es gar nicht in


