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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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ſchien es, ihr Kommen zu erwarten gewuͤnſcht, al⸗ lein da es ſich zu lange verzögerte, mußte er doch aufbrechen, ohne ſie noch geſehen zu haben. Seinem Freunde hatte er eine Adreſſe fuͤr ſie an eine Dame in S. — ihrem kuͤnftigen Wohnort — gelaſſen, hin⸗ zufogend, er hoffe, ſie werde auf deſſen Fuͤrwort die⸗ ſelbe von ihm annehmen. Das Frauenzimmer, an welches ſie gerichtet war, hieß Amalie Hain, und lebte unvermaͤhlt, ſo wie entſchieden, es zu bleiben; unter andern Gruͤnden auch deshalb, weil zu man⸗ chem fruh gekannten Ungluck ſich jetzt noch fuͤr ſie der Druck einer oft leidenden Geſundheit geſellte. Wil⸗ pau's vertrauteſter Freund war ihr Bruder, und mit dieſerm wohnte ſie, ſeit dem Verluſt ihrer beiden El⸗ tern, in S. Vorher hatte die Familie mit Wildau den naͤmlichen Aufenthaltsort gehabt, und ihn beinahe täglich geſehen. So kannte er Amalien genau, und es dunkte ihn faſt, als ſey ſie auch ſeine Schweſter. Dem Prediger war ſie gleichfalls nicht fremd, und er bat Mariannen ſehr, die Adreſſe ja zu benuten; wor⸗ auf dieſe ſie dann, wiewohl ʒiemlich gleichgůltig, zu einigen andern in ihre Schreibtafel legte. Einige Stunden ſpater kam ihr Stiefvater ſ