27
Nur mit Muͤhe miſchte Marianne einige Worte in das auch von Seiten des Fremden nicht ſehr be⸗ tlebte Geſpräͤch. Sie fuͤhlte, daß ihr veraͤndertes We⸗ ſin einer Entſchuldigung beduͤrfe, und ſchuͤtzte Uebel⸗ e befinden durch Erkaltung auf der Hoͤhe vor. Doch dies ntzte ihr wenig, denn nur um deſto oͤfter rich⸗ tete ſich Wildau's Blick theilnehmend, faſt beſorgt, doch auch beſcheiden forſchend, auf ſie. So war ſie t denn ſehr froh, als er beim Zuruͤckkommen ſogleich burch ſeinen Freund abgerufen ward. —
War es Wahrheit oder Verlaͤumdung, was ſ' e gehort hatte? Fuͤr das Letzte ſchien hier faſt b Grund denkbar; und das Erſte zu glauben, wit . ſtrebte ſo tief ihrem beſtochenen Gefuͤhl. — S htte ſie gewuͤnſcht, auch nur etwas Näheres 1 Wildau's Aeußerung zu erfahren, und es waͤre eicht moͤglich geweſen, durch die Hausfrau; allei ſcheute ihre eigene Befangenheit im Geſpräch dart — Schwankend, trauervoll und faſt ſchlaflos „ brachte ſie die Nacht. Als ſie am andern Morgen, nun wirklich mattet und körperlich unwohl, ſpät im Wohnzim erſchien, war Wildau ſchon abgereiſt. Er hatte,


