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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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lange noch zu ſehen haͤtte hoffen können, ihr noch trauter und freundlicher erſcheinen, als ſonſt.

Der Morgen kam; die gefuͤrchteten Abſchiedsſtun⸗ den waren nun alle voruͤber, und lange ſchon rollte Marianne mit ihrer Gefaͤhrtinn — einer aͤltlichen Wittwe, welche faſt in der naͤmlichen Gegend, wohin jene reiſ'te, eine verheirathete Tochter beſuchen wollte — durch das friſche Hoffnungsgruͤn der Saaten dahin, ohne ſein zu achten, ohne auf der Lerche fröhliches Lied zu horchen, welches ihr ein Wort der Beruhi⸗ gung und des Troſtes ſagen zu wollen ſchien. Sie hatte bisher noch wenig gelitten, wenig entbehrt; jetzt zum erſtenmale ſchien ihr das Leben ſchwer und truͤbe; nur mit Aengſtlichkeit ſchaute ſie vorwaͤrts, und blickte ſie zuruck, ſo begegneten ihr uͤberall Bil⸗ der, welche ihre Wehmuth und Sehnſucht erneu⸗ ten. So wollte, ungeachtet der Bemuͤhungen ihrer Begleiterinn, ſie zu erheitern, lange die Helle des Auges, das friſche Leben des bluͤhenden Ge⸗

ſichts nicht ganz wiederkehren; doch harrte ihrer am

zweiten Abend, als ſie H.erreichte, eine Ueberraſchung,