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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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dazuſtehn. Auch in der Ferne ſollte ſie ſein Anden⸗ ken mit Auszeichnung bewahren, und er that ſein Mäglichſtes, ſich dies Andenken in ihrem Gemuͤth zu ſichern. —

Marianne hatte ihn um die Beſorgung einiger Sachen gebeten, deren ſie beim Malen bedurfte. Er verſprach ſie, doch mit dem Zuſatz: wahrſcheinlich erſt nach H., der erſten bedeutenden Stadt, welche ſie er⸗ reichte, werde er ihr das Verlangte ſenden können, und hoffentlich zürne ſie nicht, wenn er dann noch eine unbedeutende Zugabe beifuͤge. Auch am letzten Abend, welchen ſie im Pfarrhauſe zubrachte, wieder⸗ holte er ihr das Naͤmliche. Sie hoffte auf eine kleine Zeichnung von ſeiner Hand, und freute ſich des Ver⸗ ſprechens; doch die Folge zeigte, daß ſie geirrt hatte. — Es war ſein Abſchiedsbeſuch, bei welchem er die⸗ ſer Kleinigkeit, wie er ſie nannte, noch einmal er⸗ waͤhnte. Kaum eine Stunde vorher, ehe Marianne

damals mit ſo niedergeſchlagenem Sinn des Fern⸗

ſeyns von geliebten Menſchen gedachte, war er ge⸗ kommen, ihr Lebewohl zu ſagen, und leicht mochte nun wol, ihr ſelbſt unbewußt, der ſtille Kreis, in welchem ſie ihn ſo oft geſehen hatte, ihn vielleicht

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