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„An Seelenhoheit uber mich erhoben, Erhoben, daß ich nimmer folgen kann, An Wuͤrd' und Kraft mir ſiegend uberlegen, Wie Adlersflug dem Flattern des Inſekts — Was laͤſſ 'ſt du mir? — den leeren Koͤnigsnamen! Zu meiner Schande nur wuͤrd' ich regieren, Ein feindlich Schattenbild; und jeder Dienſt Der Lieb' und Treue wäre dir zum Antheil.“
„O glaub' es nicht!“ entgegnet Elliodor; „Der Guͤte Lohn iſt Liebe, und die Tugend, Die hoher Wuͤrde ſelt'nen Schmuck verſchoͤnt, Wird eines Volkes Stolz, wie reichſter Segen. Das Leben unſres Vaters lehrt es dich; und moͤgen deine Feinde ſelbſt es leugnen,
Daß in den Morgenſtrahlen deiner Herrſchaft Sein edler Geiſt auf dir zu ruhn geſchienen.“
„Und ſey's, daß ſpäter uͤber dieſen Glanz Des ungluͤcks bleicher, truͤber Schatten zog: Sehn wir des Fruͤhlings ſonnenhelle Tage Nicht auch verhuͤllt von nächtlich dunkelm Schleier? Das Licht, das gleich des Siegers Schilde ſtrahlte, Die heitre Luft, der Wieſen milder Schimmer Verſchwindet; ſtumm wird Freude in den Hainen, ind auf dem ſchwarzen Berghaupt wohnt der Schrecken.“


