7 —— „Waͤr dieſer Speer, den in der Hand ich trage, Das Scepter Englanbs, hier in dieſer Stunde Reicht' ich ihn dir, und loͤſ'te auf die Spange, Wenn ſie den reichen Koͤnigsmantel ſchlöſſe. Ja, haſſen muͤßt' ich ſtolzen Glanz des Hofs, und freudlos meiden heitre Luſt der Jagd⸗ Blieb' Obdach dir, dem umgetrieb'nen Flächtling, Des Waldes Dorn, und Bett die feuchte Erde.“
„Ich ſuchte nur,“ erwiedert Artingal, „In dieſem Reiche eine ſtille Freiſtatt; Fern von der Ehrſucht ſtraflichen Gedanken, Von Hoffnung fern, die mir nicht ziemlich waͤre. — Dich nennt man weiſe; doch, nach meinem urtheil, Waͤrſt du wol blind und thöricht ehr zu nennen⸗ Bald moͤchte wahrlich dein Entſchluß dich reu'n, Wuͤrd' er zur That, die nicht zuruͤckzunehmen!“
„Wer auf dem Haupt trägt eine Koͤnigskrone, Wägt Recht mit Recht, mit Anſpruch Anſpruch nicht: und du, du wollt'ſt, ich weiß nicht wie bewogen Der Dinge Lauf vor aller Augen aͤndern? und das fur ihn, der ſolchen Sieg nicht faßt,
Der haſſen könnte dich, wie deine Tugend? Denn herrſcht' er auch durch ſolch ein ſeltſam Opfer, Sein König, ſein Gebieter bliebſt du dennoch!“


