„Doch iſt die Nacht voruͤber, — o wie herrlich, Wie zwiefach hehr erſcheint uns dann die Welt! So wird erneut dein fruͤhrer Werth erſcheinen, Von Land zu Land des Volkes Herz erfreuend⸗ Der Jugend Fehl verguͤtet Mannesreife; Zuruͤckgekehrt auf deiner Vater Thron, Wirſt du beweiſen, daß dein Recht zu herrſchen Durch ungluͤck, Sorg' und Leid geheiligt ward.“
„Doch uͤberſeh' ich nicht, was du ſchon weißt⸗ Die Gegner ſind nicht ſchwach, noch ihrer wenig⸗ Behutſam zögernd gilt's, die Bahn zu wählen, Daß mein Entſchluß nicht unheil fur dich bringe. Entlaß, die dich begleitet. Ruhig mögen
Sie jener Aend'rung deines Looſes warten,
Die dir des Bruders heilig Wort verheißt,
Wenn Treu' und Vorſicht ſie dir ſichern kann.“ —
Manch altes Buch berichtet von den Schritten Des weiſen Herrſchers, bis, mit ſeinen Pairs Im Einverſtand, er nun vor allem Volk Die Krone, die er ruͤhmlich ſelbſt getragen, Zuruͤck zum Schmpck des Bruderhauptes gab; Dann mit dem Bück der reinſten Herrſcherwuͤrde Gebietend: „Hier empfanget euern König, Den ältern Sohn des edeln Gorbonian!“


