blicke und Irmgard, denn die war es, begann mit bebender Stimme und aͤngſtlich empor ſchauend: „Kuno! treuer Kuno!“ Eine minu⸗ tenlange Stille erfolgte, dann erklang es von oben herab aus des Sterbenden Munde: „Wer ruft mich? — Iſt es ein Engel des Himmels, der mich von hinnen fuͤhren will, ſind meine Sinne ſchon wirr, oder iſt es Wahrheit, iſt es nicht Tauſchung, was mein Ohr vernahm? War es nicht Irmgards Stimme, die meinen Namen nannte! „Ich bin es!“ entgegnete dieſe, „ich bin es! Ach, mein Herz iſt mir
faſt zerſprungen vor Angſt und Schmetz und
ich hatte nicht Ruhe droben auf der ſtillen Burg. mußteſt Du auch, trotz un⸗ ſerer Warnung, unter die Blutgierigen gehen, warum laßt Dich der Himmel ſo ſchrecklich bußen fuͤr Deine Liebe und Treue. Gnade
6 wollteſt Dü erflehen, Gnade für mich und
Stegeſt und mit Deinem Leben mußt Du nun dafur büßen!“ Sie huͤllte ihr Angeſicht in beide Hände und Kuno erwiederte: „Ich ſterbe


