Bennos von Saaleck in das Lager zu tragen. Er ſelbſt begab ſich in ſein Gezelt; Dedo aber folgte der blutigen Leiche ſeines Bruders.
Dem heitern Tage war ein truͤber Abend gefolgt, und die Sonne verhuͤllte ſich in dunkl⸗ Wolkenmaſſen. Aus Norden erhob ſich eir rauher Wind, der von Stunde zu Stunde zunahm und ſich heulend und pfeifend an der Felſenburg des ungluͤcklichen Segeſts brach,
dem die Noth den Schlaf verſcheuchte, dem der Anblick ſeiner wackern abgezehrten Diener tief in's Herz ſchnitt. Ach! und Irmgard, wie bleich und elend war ſie binnen ſo kurzer Friſt geworden und doch kam keine Klage, kein Laut uber ihre Lippen, der S ſt hätte verwunden können. Zudem w bods blutige, entſtellte Geſtalt nicht von ſeiner Seite, er konnte den ſchreckichen Anblick nicht vergeſſen, wo das wiehernde Roß mit weit dahin flatternder Maͤhne dahin jagte und des


