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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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felſer ſauſete er in die Luft und ſiel dann

mit dumpfem Gekrach zu Boden. Kein Zug von Mitleid war in dem Geſicht Segeſts und ſeiner Knappen zu leſen, aber Dedo und der alte Rudelsburger ſtanden ſtarr und ſtumm bei der Leiche Bennos, ihre Augen ſpruhten furchtbare Wuth, indeſſen ihre Wangen vor Schreck erblichen waren. „Das iſt die Rache wegen des grauen Schurken, den wir vom Roſſe zu Tode ſchleifen ließen!“ rief Dedo von Saaleck, und der Rudelsburger entgegnete mit halb erſtickter Stimme: „So iſt's! doch beim Teufel ſchwoͤre ich, den Erſten, der mir aus dieſem Felſenneſt entgegen tritt, mit eigener Hand zu ſpießen oder ich laſſe ihn an jenen duͤrren Fichtenſtamm nageln, bis ſein Leib im Scheine der Sonne zu Aſche dörrt. Keiner

ſoll lebend entrinnen und die Irmgard ſol

ſich nimmer ihrer heimlichen Flucht freuen. Nie ſoll meine Seele Ruhe finden, wénn ich dieſen meinen Schwur Bierauf ⸗