Marie!“ Nach den letzten Worten hielt er die Linke vor das verzerrte Angeſicht, waͤhrend die Rechte krampfhaft nach dem Schwerte faßte. Jetzt trat Dedo, des gefangenen Saaleckers Bruder, herein, das Auge zornig gluͤhend auf den Alten richtend. „Auf! auf Bruno!“ ſchrie er! „laßt den Todten und treibt Euer ſaͤumiges Volk zum Sturme auf das Felſen⸗ neſt wo mein Bruder, wo Euer zukuͤnftiger Eibam ſchmachtet, oder vielleicht ſchon unter den Händen der Heiden ſeinen Geiſt ausgi⸗ huuch hat. Ja! in ihrem Blute ſoll ſich mein Schwert baden, und bei allen Teufeln ſchwore ich, daß kein Lebender entkommen
ſoll! Treibt es Euch nicht, Eure Tochter I Irm⸗
gard aus den Händen jener Verworfenen zu
retten?“ „Eidam? Irmgard?“ murmel Rudelsburger in ſich hiein. „Was ſol der Eidam, was nuͤtzt ihm die Irmga frug er dann weiter in ſeltſam klingendem To⸗ ne und ſetzte dann wahnſinnig lachend hinzu: „So wenig Ihr meinem todten Heinrich


