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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
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mer geblendet, welcher in dieſer Halle herrſcht. Euer Buſen fliegt, als wie gepreßt von Seuf⸗ zern, unſtaͤt ſchweift Euer dunkles Augenpaar umher und vermag nicht ruhig in das treue Geſicht des Beichtvaters zu ſchauen. Was iſt's, das das Kleinod dieſer Burg betruͤbt? war der Vater hart gegen Euch oder werdet Ihr vernachlaͤſſigt von Eurem Verlobten? — Ihr ſolltet ſtolz darauf ſein, daß der kuhnſte Held der Gegend um Euch warb, daß Ihr ihn in Euren Roſenbanden wißt. Seid Ihr vielleicht gar eiferſuͤchtig?“ „Nicht doch, ehr⸗ wuͤrdiger Vater,“ entgegnete das Fraͤulein, „von alle dem iſt's nichts!“ Der Moͤnch lachte wild in ſich hinein und fuhr fort: „Weiß es wohl, Irmgard, der alte Kaplan dieſes Hauſes hat ſo ſchwache Augen nicht, als Ihr wohl glauben moͤgt! Der Heide iſt es, der Euch im Sinne liegt, der Heide vom Schatz⸗ fels iſt es, den Ihr hinaustreiben muͤßt aus Eurem Herzenskämmerlein, doch der Böſe will nicht weichen und hat ſich ſchon feſt ein⸗