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geniſtet. Aber ich will beten; beten will ich Tag und Nacht füun Euch, daß der Herr des
Verruchten Abſichten vereitelt!“ „Schweigt!“
rief das Fraͤulein von Rudelsburg im ſtrengen
Tone und erhob den Blick ſtolz zu dem Arg⸗ liſtigen, „ſchweigt, Anſelm, oder ich ſehe mich gezwungen, den Vater um Schutz aufzurufen gegen Eure beleidigenden Reden. Wer ſagt
Euch, daß unſer Gaſt, welchem wir ſo viel
zu danken haben, ein Heide iſt? auch begreife ich nicht, wie Ihr dazu kommt, mit mir von dergleichen zu ſprechen!“ „Wer mir das ſagt?“ lachte der Moͤnch, „ſchautet Ihr nicht gleich
am erſten Tage ſeines Hierſeins, mit was für
neugierigen Augen er das Bild des Gekreu⸗ zigten anglotzte? Bei meiner Seligkeit, es iſt
mit ihm, wie ich Euch ſagte und er betet ſei⸗ nen alten Götzen noch an und die reine Chri⸗
ſtuslehre hat nicht Eingang gefunden auf ſei⸗
ner Burg. Hätte ich die Kraft und Beredt⸗ ſamkeit des heiligen Bonifacius, ſo würde das ganze Land aufrufen zu einem Zuge gegen


