44 Streiche auf ihn eindringen. Dieſer aber un⸗ 2 terlief ihn geſchickt und einen kraͤftigen Fauſt⸗ ſchlag gegen ſeinen Leib führend, ſturzte er den Greis in den dunkel gaͤhnenden Schlund, daß er⸗ die moderigen Stufen des Gewoͤlbes hinabrollte, dann warf er das Fallgitter nie⸗ der und rief mit ſchallendem Gelaͤchter: „Hier, Graukopf! hier ſollſt Du verſchloſſen bleiben Find ausharren, bis ich die Irmgard heim⸗ gefuhrt habe als mein Weib, und dann magſt Du toben wie Du willſt, kein Hund wird um Dein welkendes Toͤchterlein heulen!“ Der Greifenſteiner, welcher ſich in einem kleinen, öden Gemache befand, deſſen Luftloͤcher mit Eiſenſtäben wohl verwahrt waren, gerieth in die aͤußerſte Wuth; er fluchte und drohete, jedoch umſonſt. Endlich brach er in einen Strom von Thraͤuen aus, flehte um Be⸗ freiung und verſprach hinfort kein Wort mehr von dieſer Sache zu reden. Alle Bitten waren vergebens, nur Hohngelaͤchter antwortete ihm und als er endlich an den vetzweiſungsvolen
Druckschrift
Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


