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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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alle wollen wir uns durch einen guten Trunt ttärken und dann ziehe ich heim und bin bei Euch, ehe die morgende Sonne ſinkt. Doch Ihr zittert, die Nachtluft iſt kuhl, kommt deshalb, denn auch im Innern dieſer Burg werden wir unbelauſcht ſein.“ Er erfaßte die Rechte des Ritters von Greifenſtein, zog ihn mit ſich fort durch eine kleine Pforte und nachdem er an der kleinen Eiſenthuͤr die Riegel S vorgeſchoben hatte, hob er eine Fallthur em⸗ por und zog mit den Worten ſein Schwert: 6 „Steige hinab, Du alter Thor, in dieſe Gruft, drrunten magſt Du zu Verſtande kommen und einſehen lernen, daß Deine einfaltige Tochter kein Weib fuͤr den Saalecker iſt!““ Der Greis, welcher beim matten Dammerlicht, das der graue Nachthimmel durch die vergitterten Fen⸗ ſter warf, dem Beginnen ſeines Begleiters ſtaunend zugeſchaut hatte, ſtarrte den Ver⸗ ruchten einige Augenblicke wie verſteinert dann aber riß er raſſelnd das Schwert aus der Scheide und wollte mit einem wüthenden