34
„Seht!“ ſprach der Burgherr in den Saal ſchreitend, „ſehet Benno! das iſt der kuhne Hatzritter, der meinen Heinrich mit eigner Lebensgefahr errettete!“ Der Saalecker ſchlug eine helle Lache auf und rief: „Bei allen Teufeln! ſprecht Ihr doch mit einer Wichtig⸗ keit von dieſer Begebenheit, als haͤtte man nimmer von dergleichen in unſern Bergen gehoͤrt. Iſt es etwas ſo Beſonderes, einem
ſchon andere Thaten vollbracht! — Graf von Scharzfels!“ wandte er ſich zu dieſem, „Euch uͤnſche ich jedoch Gluͤck zu Eurem erſten
Rede einem gewitterdrohenden Himmel, doch
lodernden Zorn und mit kraͤftiger Stimme entgegnete er: „Saalecker! obgleich Eure breite Naſe zum Spüren geſchaffen ſcheint, ſo irrtet Ihr doch fuͤr diesmal, denn der Scharzfelſer wußte ſchon vor langen Jahren das Schwert
Thiere des Waldes den Gnadenſtoß zu geben? Ha! ha! ha! der Benno von Saaleck hat
Wagniſſe!“ Segeſt's Angeſicht glich nach dieſer
Irmgard's Anweſenheit zaͤhmte ſeinen auf⸗


