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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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35 zu fuͤhren und moͤchte ſich auch vielleicht die Muͤhe geben, einem Ungeſchliffenen die vor⸗

laute Zunge auf immer zu lähmen!“ Benno

ſchaute betroffen auf ob der unerwarteten

Antwort und die Rechte fuhr haſtig nach dem Schwerte an ſeiner Seite. Er ſchien nach einer Gegenrede zu ringen, doch das laute ⸗ Gelaͤchter mehrerer Gaͤſte und der vernichtende

Blick Segeſt's, welcher ebenfalls die Hand an ſeines Schwertes Griff legte, machte ihn

ſtutzig und er hielt es fuͤr das Gerathenſte,

dem hercyniſchen Ritter den Ruͤcken zuzuwen⸗

den. Der Burgherr hatte dieſem Auftritte

ſtumm zugeſehen; er konnte es dem Scharz⸗ felſer nicht verargen, daß er die Spottrede des Saaleckers nicht ertragen wollte, und gegen dieſen ſchien er ſelbſt Urſachen zu haben, Be⸗ leidigungen von ihm zu ertragen. Deshalb nöthigte er die Anweſenden, Platz an der reich beſetzten Tafel zu nehmen, die Humpen

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kreiſeten fleißig herum und das Wohl des Hatz⸗ und des Verlobten Irmgard's wurde