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Der treue Knappe am Kreuz oder: Der blutige Gang zur St. Johannniskapelle : Rittergeschichte aus der grauen Vorzeit / von F. Thalheim
Entstehung
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N wollt' ich die Gebeine meiner Kinder ſuchen,

auf daß ſie in geweihter Statte ruhen möch⸗

ten; doch der Wind hatte ihre Aſche ver⸗ weht, die Truͤmmer meiner Burg hatten die vom Brande gebraͤunten Ueberreſte verſchut⸗ tet und vielleicht noch jetzt irren die Geiſter

Egberts und der guten Tiotwina unſtät um⸗

her, weil ſie der ungluͤckliche Vater nicht ein⸗

ſcharren konnte bei den Aſchenkruͤgen ſeiner 3 4

Ahnen. Aber noch nicht genug, daß er mir Alles geraubt hatte! Wie ein gehetzter Hirſch irrte ich durch die Wälder, nirgends ſicher, uberall vom Rudelsburger verfolgt. Auf die⸗ ſer Burg durfte ich nicht weilen, denn auch

Deinen Vater wuͤrde ich in's Verderhen ge⸗

zogen haben und deshalb kehrte ich nicht frü⸗ her in dieſe Hallen zuruͤck, bis man mich todt waͤhnte. Ich kam noch zur rechten Zeit, Dei⸗ nem Vater die biedere Rechte zu drücken zum großen Abſchiede, meine Hände konnten ihm noch die gebrochenen Augen zudruͤcken. Leicht

moge dem Guten die Erde ſein und ihm der