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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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Zuckungen empor und wollte der Lager⸗ ſtätte entſpringen. Raſch faßte der Ritter ihren Arm und forſchte mit haſtigen Wor⸗ ten nach der Urſache ihres Zuſtandes, der ihn zu beängſtigen ganz geeignet war. Fredegunde ſtarrte ihn eine Weile wie mit gläſernen Augen an, dann ſchien ihr Geiſt zu erwachen und eine Art Gewalt über den zernichteten Körper zu gewinnen.

„Gut, gut!“ ſagte ſie mit Haſt. „Du biſt bei mir, Diethelm! Nun wird der Teu⸗ fel mich laſſen und nach Dir greifen, denn ich war ja nur die Magd und das Werk⸗ zeug, Du aber der Herr und die Hand!“

„Unſinnige!“ rief der Ritter Löwenburg mit ausbrechendem Grimm. „Was ſoll die ſinnloſe Rede? Sprich, was Dich quält und ſtelle meine Geduld nicht auf die Folter!“

„Ach verlaß mich nicht, Diethelm!“ jammerte die Burgfran. „Bleib bei mir,