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Einige Tage ſpäter wurde die Verlo⸗ bung des jungen Paares mit aller Pracht damaliger Zeit gefeiert. Und als nun die Gäſte in Luſt und Fröhlichkeit beim ſchäu⸗ menden Pokal ſaßen, erhob ſich Burchard, der trotz der Freude ſeines Herzens, dennoch einen gewiſſen Ernſt und Trübſinn be⸗ wahrt hatte, von ſeinem Sitze und ſprach:
„Ehrenwerthe Ritter und Freunde! Wir ſind zwar hier verſammelt, um ein frohes Feſt zu feiern, aber ich muß auf einen Augenblick die Freuden der Tafel unter⸗ brechen und ein Wort zu Euch reden, das vielleicht auf einen Augenblick alle Heiterkeit aus Euren Zügen verbannen wird. Ihr alle kanntet meinen edlen Vater, Ihr alle liebtet ihn und beweintet ſeinen Tod; aber Ihr wißt nicht, daß er unter Euch weilen
würde, wenn nicht ein Böſewicht ſeinem Leben gewaltſam ein Ende gemacht hätte!“
„Wie? Was“ ſchrieen hundert Stimmen zugleich. „Euer Vater ermordet? Wer iſt


