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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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Burchard fühlte, daß mit jedem Tage ſeine Kraft wuchs und immer dankbarer drückte er ſeiner holden Pflegerin die Hand, und immer ſeelenvoller blickte er ihr in die dun⸗ keln Augen. — Und als ſich nun der Lenz näherte, da war ſeine Geſundheit völ⸗ lig wieder hergeſtellt und er war im Stande, das Lager zu verlaſſen.

An einem Morgen, wo es ſchön und ſonnig war, wo milde Lüfte in den faſt grünen Zweigen ſpielten, da wandelte Bur⸗ chard an Theodelindes Seite im Walde und Beider Herzen waren ſo woll, und als eine Nachtigall der Sehnſucht Lied im dun⸗ keln Gebüſch anſchlug, da ſanken ſie ein⸗ ander in die Arme und tauſchten Liebe um Liebe und Herz um Herz. Und Ritter Roland trat hinter den Bäumen hervor mit freudeſtrahlendem Antlitze und ſegnete ſeine beiden Kinder, und drei glückliche Menſchen gingen Hand in Hand nach dem Thore der Haarburg zurück.