Druckschrift 
Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
Einzelbild herunterladen

e — ee

96

ſich verkehrt, daß aus Aſcherodens Händen ein Feind entrinnt, und gerade Burchard entrinnt, an deſſen Tode mir ſo viel gele⸗ gen war! Und iſt nun die Lage der Sa⸗ chen nicht noch ſchlimmer? Bisher muth⸗ maßte ich doch nur, daß er über den Tod ſeines Vaters etwas wiſſe, jetzt aber — jetzt muß ihm Alles klar ſein.“

Wiederum öffnete ſich die Thür des Ge⸗ machs uud der alte Burgvogt trat herein, blieb aber, als er ſeinen Herrn ſo aufge⸗ regt ſah, ſchweigend am Eingange ſtehen. Als ihn aber Löwenburg nach einigen Mi⸗ nuten gewahrte, ſprang er wie ein Tiger auf den graulockigen Greis zu und rief:

„Was willſt Du hier? Willſt Du Deinen Herrn behorchen? Sag' es gleich, was Du gehört haſt, oder ich ſtoße Dir das Schmt in das Herz. Was war es, das

ich eben ſprach?“ „Ach Gott! ich habe ja nichts gehört!“ ſprach der Greis zitternd. Eben trete ich