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weißt, heut der Freunde und Bekannten viel zu uns und Du thuſt wohl, auf eine ſtattliche Bewirthung zu denken. Verſcheuche aber vor allen Dingen jedes Bangen aus Deiner Seele, ſtreich die düſtern Falten von Deiner Stirn und laß Dein Auge heiter blicken!“
„Ich will thun, was in meinen Kräften ſteht!“ ſprach Fregunde, ihren Gatten die Hand reichend. „Vor Menſchen will ich meine That wohl verbergen, gelänge mir es nur auch, ſie vor dem zu verhüllen, der der Menſchen Thaten ſieht und ſie ſtraft, gerecht und unbeſtechlich.“
Sie ſchritt aus dem Gemache hinaus und ließ ihren Gatten, der ihr lange nach⸗ blickte, in ſehr ernſter Stimmung zurück. „Warum,“ murmelte er in ſich hinein, „konnte ich dies Weib, daß mit ſo glü⸗ hender Liebe an mir hängt, nicht ohne Schuld an mich ketten? Ich konnte ſo glück⸗ lich ſein und der Gedanke an das Jenſeit


