und kein Arzt kann das Gedächtniß von ſeinem Ausſatze reinigen!“
„Laß uns hoffend zu Gott emporblicken!“ ſprach Fregunde. „Laß uns Klöſter und Capellen bauen — und bereuen!“
„Der Tod iſt leichter als die Reue!“ rief Diethelm. „Die Hölle bindet feſt, was ſie einmal gefaßt und wer einmal Böſes gethan, deſſen Herz neigt ſich ewig zum Böſen hin. Laß uns getroſten Muthes durchs Leben gehen. Was haben wir zu fürchten? Wer kann uns beweiſen, was wir gethan, wenn wir ſelbſt es nicht aus⸗ ſprechen? Und wenn man es wüßte, wer wollte uns zur Rechenſchaft ziehen? Wer würde es wagen, den Löwenburger anzu⸗ greifen? Mag die ganze Welt gegen uns heranziehen, ſie ſoll ſich die Stirn zerſchellen an den Mauern dieſer Veſte. Doch was reden wir? Es ahnet Niemand unſer Ver⸗ brechen, Niemand denkt daran, es zu be⸗ ſtrafen, im Gegentheil kommen, wie Du
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