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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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„Es thut mir wohl,“ ſprach des ge⸗ mordeten Ritters Schatten, „daß Du ſo be⸗ reitwillig meinem Wunſch entgegenkommſt. Es müßte auch in der That kein Tropfen Blut Deiner Ahnen in Deinen Adern rol⸗ len, wenn Du bei ſolcher Mähr gleichgül⸗ tig bleiben und in Deiner Ruhe verharren könnteſt. So höre denn den Namen des Mörders. Er heißt Diethhelm von Löwen⸗ burg und iſt der Gatte Deiner verruchten Mutter!“

Burchard ſchauderte zuſammen, wie wenn ihn eine Ratter geſtochen, und rief: „Ha, das hat mein Herz geahnet! Mein inneres Gefühl hat es mir geſagt! Denn wie der Falk, der nie zuvor eine Giftſchlange ge⸗ ſehen, bei dem erſten Erblicken der Kreuz⸗ otter mit geſträubten Federn zurückflattert, ſo ſagte mir auch mein erſter Blick in des Löwenburgers unheimliches Auge und auf ſeinen ſtolzen Mund: Nimm dich in Acht, deinen Todfeind haſt du heute geſehen!“

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