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Das Gespenst des alten Ritters : romantische Erzählung / von K. von Thal
Entstehung
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flogen die Roſſe mit ihren Reitern dahin, ſie eilten, als theilten ſie die Begierde ihrer Gebieter, und bald waren ſie am Fuße des ſteilen Burgberges angelangt, den die er⸗ müdeten Thiere nun ſchnaubend und mit langſamen Schritten hinanſtiegen.

Einige hundert Schritt vor dem Thore der Veſte ſaß unter einer ſchattigen Eiche, das Haupt nachdenkend in die Hand ge⸗ ſtützt, ein alter Mann mit ſilberweißem Haupthaar und langem, weißen Barte.

Das Getrappel der Roſſe weckte ihn aus

ſeinem tiefen Sinnen. Er ſchaute empor, blickte wie zweifelnd die beiden Reiter an,

ſprang dann mit jugendlicher Behändig⸗ keit empor und rief mit leuchtenden Augen:

„Iſt es möglich? Seid Ihr es wirklich⸗

junger Herr? Ja, es iſt Wahrheit, was meine alten Augen ſahen, Ihr ſeid mein guter, lieber Burchard, den ich als Kind auf den Armen trug, den ich Fechten und Reiten lehrte, und um den ich, wie um