—
108
das ihrige. Sie beſann ſich nach und nach, daß ſie dieſes Band am Kleide ge⸗ habt hatte, als ſie zum erſten Mal ge⸗ raubt worden war. Alſo damals war ſie ſchon auf der Luxburg geweſen; Alles wurde ihr klar, doch verſchwieg ſie dieſe neue Entdeckung ihrem Vater. Unter Thränen ſchlenderte ſie umher und rief oft leiſe den Namen ihres Konrads. WMit Schauder ſah ſie die Felſen, auf welchen ſie mit der Wärterin entflohen war.
XIV.
Das Mauerverließ, worin Konrad war, ſtand am äußerſten Ende der Burg und war in einen Felſen gehauen. Gaſton kannte noch kein Beiſpiel, daß ein Un⸗ glücklicher hieraus entkommen wäre.


