ſuchte die Hand des Fräuleins zu er⸗ haſchen, um einen Kuß darauf zu drücken. Adelgunde kehrte ihm aber den Rücken zu, trat an das Fenſter und ſchaute mit thränendem Auge an den beſternten Ho⸗ rizont. Der alte Gottfried ſtarrte düſter auf eine Stelle, denn daß Gaſton etwas Wichtiges im Sinne habe, merkte er gleich. „Edle, ſchöne Adelgunde,“ begann der Luxburger, „ſo eben habe ich die wichtigſte Kunde für uns Beide erhalten. Euer geweſener Liebhaber, der Ritter von Bärenburg, iſt unter den Dolchen der Vehme in den Ruinen der Todten⸗ burg gefallen, weil er den Ritter Hilger von der Wetterburg meuchlings ermor⸗ det hat.“
Verſpart ſolche Kunden,“ entgegnete Adelgunde bitter, „auf mich machen ſie keinen Eindruck. Mein Konrad iſt bie⸗ der und keines Bubenſtücks fähig.“


