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Adelgunde hing mit feſter Treue an ihrem Konrad und wollte mit ihrem Vater lieber die ſchrecklichſten Qualen aus⸗ ſtehen, als ihm untreu werden. Gaſton ſah gar bald ein, daß Konrad der wich⸗ tigſte Anſtoß gegen ſeine Verbindung ſei, weshalb er den größten Theil ſeiner Leute ausſendete, um den Verhaßten lebendig oder todt zu bringen.
Durch Zufall entdeckte ein Räuber von einigen Reiſigen, daß der Ritter von Bärenburg ohne Begleitung mit der Frau des Liebenſteiners nach der nächſten Burg geritten ſei. Hier erfuhren ſie, welchen Weg er genommen habe. Sie folgten ſeiner Spur und nahmen ihn glücklich gefangen.
Die Freude Gaſtons über dieſen Fang war faſt gränzenlos. In aller Haſt eilte er nach dem Gemache Adelgundens. Mit“ leiſen Tritten näherte er ſich ihr und


