Ihr, nach meiner Berechnung, dem Tode ziemlich nahe ſeid. — Nun fort!“ herrſchte er die Knappen an, „Bringt ihn in das tiefe Mauerverließ an den Felſen. Laſ⸗ ſet ihn an Stricken langſam hinunter, damit er nicht gleich den Hals bricht. Ein ſchneller Tod wäre Wohlthat für ihn!“ Mit Standhaftigkeit hörte Konrad dies Urtheil an, und foigte ohne ein Wort zu ſprechen den Knappen.
Eine ſchwere eiſerne Fallthür wurde abgehoben. Ein dumpfer Geruch ſtieg aus dem Loche empor. Schaudernd trat Konrad einige Schritte zurück. Einige der wildeſten Knappen wollten ihn ge⸗ feſſelt hinablaſſen, allein die übrigen befreiten ihn von den eiſernen Feſſeln, während man ein Seil unter den Ar⸗ men befeſtigt hatte, an welchem er hin⸗ abgelaſſen wurde. Als ſie bemerkten,


