Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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benſtein zu ſehen. Etwas ſeitwärts in der Burg, dem Gemache Konrads gegen⸗ über, ſtand eine weibliche Figur mit einem Ritter am Fenſter. Konrad blickte eben dahin, als die Dirne mit einem lauten Schrei in die Arme des Ritters ſank. — War dies nicht Adelgundens Stimme? fragte er ſich ſelbſt. Unver⸗ wandt blickte er wieder dahin, gewahrte aber nichts wieder. „Wie heißt dieſe Burg?“ fragte er ſeine Begleiter. „Wer⸗ det's früh genug erfahren?“ entgegnete

ein Knappe lachend, während ein an⸗

derer meinte: „Lugt noch einmal in die freie Natur, denn Ihr ſeht ſie doch nicht wieder.“ Eben wollte Konrad antwor⸗ ten, als man ihm befahl zu folgen. Eine mit Schnitzwerk reich verzierte Thür flog auf. Konrad trat mit klopfen⸗ dem Herzen in den Gelag⸗Gaden, wo ein häßlicher Ritter bei vollem Humpen