Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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zwei Knappen ſtanden wohlbewaffnet bei ihm. Schwere eiſerne Feſſeln waren an ſeinen Armen befeſtigt. Er ließ ſich etwas

Waſſer reichen; kaum hatte er dies ge⸗ trunken, ſo fiel er in einen fieberähn⸗ lichen Schlummer. Er zweifelte nicht daran, daß er ſich in der Gewalt jenes Schändlichen befinde welcher ſich ſo ſehr bemüht hatte, ihn bei der heiligen Vehme anzuſchwärzen.

Eben träumte Konrad, wie er alle ſeine Feinde vernichtete, da rüttelten ihn kräftige Arme aus dem Schlafe. Er ver⸗ ſuchte ſich aufzurichten, doch fühlte er ſich hierzu zu kraftlos. Eilig hoben ihn zwei rüſtige Knappen in die Höhe und führten ihn über eine Wendeltreppe in ein großes Gemach. „Hier tretet an dieſes Fenſter,“ gebot ihm ein Knappe. Konrad blickte durch die runden Schei⸗ ben und glaubte in der Ferne den Lie⸗