Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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„Das iſt eine ſchändliche Lüge,“ ent⸗ gegnete er hitzig. „Ein Schurke raubt Dirnen, aber kein ehrſamer Ritter. Wohl habe ich Muthmaßung, wer der

Räuber meiner Geliebten iſt, aber keine

Gewißheit.“

Ein Urtheil,“ begann der Freigraf „tann ich über Cuch nicht ſprechen, Ritter Konrad, aber im Gewahrſam müßt Ihr

bleiben, bis wir Gewißheit haben von Eurer Schuld oder Unſchuld.“

Einer der Verhüllten ſprang jetzt

haſtig auf, indem er rief: „Ich thue

Einſpruch gegen jedes Urtheil!“

Konrad wurde in das Vorgemach abgeführt. Jede Minute wurde ihm hier zur Cwigkeit. Endlich mußte er

wieder im Saale erſcheinen. „Heil und⸗

Segen dem Unſchuldigen!“ tönte ihm

entgegen. „Ritter Konrad von Bären⸗