„Das iſt eine ſchändliche Lüge,“ ent⸗ gegnete er hitzig. „Ein Schurke raubt Dirnen, aber kein ehrſamer Ritter. Wohl habe ich Muthmaßung, wer der
Räuber meiner Geliebten iſt, aber keine
Gewißheit.“
Ein Urtheil,“ begann der Freigraf „tann ich über Cuch nicht ſprechen, Ritter Konrad, aber im Gewahrſam müßt Ihr
bleiben, bis wir Gewißheit haben von Eurer Schuld oder Unſchuld.“
Einer der Verhüllten ſprang jetzt
haſtig auf, indem er rief: „Ich thue
Einſpruch gegen jedes Urtheil!“
Konrad wurde in das Vorgemach abgeführt. Jede Minute wurde ihm hier zur Cwigkeit. Endlich mußte er
wieder im Saale erſcheinen. „Heil und⸗
Segen dem Unſchuldigen!“ tönte ihm
entgegen. „Ritter Konrad von Bären⸗


