ten. Konrad zagte und wagte nur we⸗ nige Schritte vorzutreten.
Der Freigraf hob jetzt das Schwert in die Höhe und gleich darauf thaten ein Gleiches die Männer mit ihren Dol⸗ chen. „Die heilige Vehme möge nach Gerechtigkeit richten,“ begann der Frei⸗ graf.
„Nach Gerechtigkeit! Nach Gerechtig⸗ keit! Nach Gerechtigkeit!“ wiederholten die Geſtalten. Die Männer ſetzten ſich wieder und der Freigraf rief mit ſtarker Stimme: „Tretet näher, Konrad von Bärenburg. Konrad hatte Muth ge⸗ faßt; mit feſten Schritten kam er näher und blickte frei umher. „Ritter Konrad,“ begann der Freigraf. „Ihr ſeid des Dirnenraubes angeklagt. Ihr habt Eure Braut Adelgunde von Liebenſtein heim⸗ lich entführen laſſen, um freche Wolluſt mit ihr zu treiben.“


