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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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in die Höhe. „Dies der Lohn der Bü⸗ berei,“ ſagte ein Schöppe, auf den Ab⸗ grund zeigend. „Wer war der Unglück⸗ liche?“ fragte ſchaudernd hinabblickend Konrad. „Der Dirnenräuber Hartwig von Boyneburg,“ war die Antwort.

Ein Ritter von hoher Geſtalt erſchien jetzt in voller Rüſtung mit geſchloſſenem Viſir, fragend: Wer ſeid Ihr?“ „Kon⸗ rad von Bärenburg,“ war die Antwort. Sich verneigend, »reichte er ihm die Hand, zjog einen ſchwarzen Vorhang zurück, und wie hingezaubert ſtand er mit dem Ritter in einem großen Saale. wo in einem Halbzirkel in ſchwarzen Mänteln vermummte Männergeſtalten ſaßen. Der Freigraf ſaß auf einem er⸗ höhten Seſſel. Vor ihm lag auf einem Tiſche eine Bibel und ein Schwert. Zu beiden Seiten brannten zwei Kerzen, welche nur ein ſpärliches Licht verbreite⸗