Druckschrift 
Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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Unverzagt folgte der Ritter bis an einen großen Stein. „Halt!“ ſagte jetzt der Schöppe. „Setzt Euch hier nieder, ich will Euch die Augen verbinden.“ Kaum war dies geſchehen, ſo ertönte ganz in der Nähe der Ton eines Glöck⸗ leins und der Stein ſenkte ſich mit ihm in die Tiefe. Von rüſtigen Armen er⸗ griffen, wurde er wieder in die Höhe gerichtet, und in ein ſpärlich erleuchtetes Gemach gebracht, er hörte deutlich das Wehklagen eines Unglücklichen, welcher eben in einen Abgrund voll Dolche, Schwerter und Lanzen geſtoßen wurde. Die Binde wurde ihm abgenommen. Das Armenſünder⸗Glöcklein ertönte wie⸗ der, und von drei Schöppen geleitet, wurde er an den Abgrund geführt, wo jener Unglückliche hinabgeſtoßen worden war. Noch wimmerte derſelbe leiſe und Konrad's Haar ſträubte ſich unwillkürtich