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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
Entstehung
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Himmel. Plötzlich faßte er einen Ent⸗ ſchluß, und eilte durch das Wäldchen nach der Luxburg.

Durch das Waffengekiirr aufmerkſam gemacht, eilten jetzt von dem Liebenſteine Knappen und Knechte herbei. Der Burg⸗ herr erholte ſich langſam wieder. Rur mit Mühe etinnerte er ſich an die Ver⸗ gangenheit, ſeufzte aus tiefer Bruſt und ſchloß die Augen wieder. Als man ihn nach der Burg tragen wollte, fragte er mit Anſtrengung: „Wo iſt mein Sohn? Wo iſt meine Tochter? Sind ſie erſchla⸗ gen oder geraubt? Laßt mich an ihren Leichen ſterben.“ Man ſuchte ihn zu beruhigen und trug ihn nach der Burg.

Tobend wie der Nordwind war Kon⸗ rad ſchnell bei der Luxburg angekommen. „Adelgunde! Meine Adelgunde!“ ſchrie er, aber nur das Echo der Gebirge tief ihren Namen wieder.

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