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vor ihm, er mußte ſich ein oder zwei Mal an den Stamm der nackten Linden lehnen.
Lady Clavering war im Frühſtückzimmer mit ihrem Sohne und ihrem Gatten, der gähnend über ſeiner Zei⸗ tung ſaß.
„Guten Morgen, Harry,“ ſagte die Begum, „hier ſind Briefe, eine Menge Briefe; Lady Rockminſter wird am Dienſtag, ſtatt am Montag hier ſein, und Arthur und der Major kommen heute, und Laura wird zu Dok⸗ tor Portmans gehen, und von da in die Kirche kommen und — was gibt es, mein Theurer? Warum ſehen Sie ſo blaß, Harry?“
„Wo iſt Blanche?“ fragte Harry in krankem Tone — „noch nicht herab?“
„Blanche iſt immer die Letzte,“ ſagte der Junge, Semmel eſſend, „Sie iſt ein rechter Tagdieb, ja das iſt ſie. Wenn Sie nicht da find, liegt ſie bis zum Zwi⸗ ſchenimbiß in dem Bett.“
„Sei ruhig, Frank,“ ſagte die Mutter. Blanche kam alsbald herab, indem ſie ſehr bleich ausſah, und mit einem ſcharfen Blicke auf Foker, trat ſie vor, küßte ihre Mutter, und mit einer Miene aus der das holdeſte Lächeln ſtrahlte, grüßte ſie Harry. „Wie befinden Sie ſich, Sir?“ ſagte ſie und reckte ihre beiden Hände aus.
„Ich bin unwohl,“ antwortete Harry, „ich — ich habe einen Brief an Sie gebracht, Blanche.“
„Einen Brief, und von wem iſt er denn? Voy- ons,“ ſagte ſie.
„Ich weiß es nicht, ich möchte es wiſſen,“ ſagte oker.
kann ich es ſagen, bevor ich ihn ſehe?“ ſagte anche.
„Hat Mrs. Bonner es Ihnen nicht geſagt?“ fragte er mit zitternder Stimme, — „da iſt ein Geheimniß, geben Sie ihr den Brief, Lady Clavering.“
Pendennis. Iv. 15


