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„Trotz dem, was vorgefallen iſt, we gen deſſen, was vorgefallen iſt, muß ich Arthur immer als Bruder be⸗ trachten,“ fuhr der Seraph fort; „wir haben einander ſeit Jahren gekannt, haben dieſelben Gefilde durchwandelt, dieſelben Blumen mit einander gepflückt. Arthur! Henry! ich bitte Sie, geben Sie ſich die Hände und ſeien Sie Freunde! vergeben Sie! — ich vergebe Ihnen, Arthur, mit vollem Herzen vergeb' ich Ihnen. Sollt⸗ ich's nicht thun, da Sie mich ſo glücklich machen?“
„Nur eine Perſon von uns dreien bedaure ich, Blanche,“ ſagte Arthur ernſt: „und ich ſage Ihnen wieder, daß ich hoffe, Sie werden dieſen guten Burſchen, dieſes ehrliche, treue Gemüth, glücklich machen.“
„Glücklich! o Himmel!“ ſprach Harry. Er konnte nicht ſprechen, ſein Glück ſtrahlte ihm aus den Augen.
„Sie weiß nicht — Sie kann nicht wiſſen, wie lieb ich ſie habe und — und — wer ich bin? ein armer, kleiner Bettler, und ſie richtet mich auf, und ſagt, ſie wolle es verſuchen und mich 1 — 1 — lieben. Ich bin ſo viel Gluͤck nicht werth, reich' uns Deine Hand, alter Knabe, da ſie Dir nach Deinem herzlofen Benehmen vergibt. Ich heiße Dich willkommen. Ich ſage Dir, ich will Jedermann lieben, der ſie liebt. Beim — wenn ſie mir ſagt, ich ſoll den Boden küſſen, ſo küß ich ihn. Sagen Sie mir, ich ſoll den Boden küſſen! ich ſage, heißen Sie mich's, ich liebe Sie ſo innig. Sie ſehen, wie ich Sie liebe.“
Blanche blickte ihn wieber ſeraphiſch an. Ihr ſanfter Buſen hob ſich. Sie reckte eine Hand aus, als wollte ſie Harrh ſegnen und geſtattete ihm mit königlicher Huld, ſie zu füſſen, ſie nahm ihr Taſchentuch und ver⸗ barg ihre Augen, während die andere ſchöne Hand ſich Harry's thränenvoller Umarmung überließ.
„Ich ſchwoͤre, daß niederträchtig iſt, wer ein ſo liebendes Gemüth, wie dieſes, täuſcht!“ ſprach Pen.
Blanche legte ihr Taſchentuch weg und legte Hand Nr. 2 ſanft auf Foker's Haupt, welches ſich küſſend und


