Teil eines Werkes 
16. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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einen Mann? Freund Arthur war ein Sadducäer, und der Täufer könnte in der Wüſte an die Armen, welche aus aller Macht des Glaubens an des Predigers ehrwürdige Worte und Ankündigungen des Zorns oder Wehs, oder der Reitung glaubten, ſeine Standrede halten und unſer

Sadducäer würde ſein glattes Maulthier mit Achſelzucken

und Lächeln von der Menge abwenden und in den Schatten ſeiner Terraſſe heimkehren, über Prediger und Zuhörerſchaft nachfinnen, ſich an ſeine Platorolle, oder an ſeine gefälligen, griechiſchen Dichtungen wenden, die von Honig und Hybla, von Nymphen, Quellen und Liebe plaudern. Wozu, ſagen wir, führt dieſer Skepti⸗ cismus ? Er führt Einen zu ſchändlicher Iſolirung und Selbſtſucht — um ſo ſchändlicher, weil ſie ſo gut ge⸗ launt, ſo ſelbſtzufrieden und heiter iſt. Gewiſſen! was iſt Gewiſſen? Warum ſollten uns auch Gewiſſensbiſſe plagen? Was iſt öffentliche Treue, was Treue des Ein⸗ zelnen? Mythen in wirre Sagen gehüllt. Wenn Du die Lägen der Welt ſiehſt und als ſolche anerkennſt, Ar⸗ thur, wie Du ſie mit nur zu verhängnißvollem Scharf⸗ blick ſehen kannſt und ſie ohne weitern Proteſt als ein Lachen gewähren läß'ſt, wenn Du, in leichtfertige Sinn⸗ lichkeit getaucht, die ganze Welt des Elends an Dir vor⸗ bei ſtöhnen läſſeſt, ohne daß ſie Dein Mitleid rührt: wenn der Kampf für die Wahrheit eintritt und alle Männer von Ehre gewaffnet auf die eine oder die an⸗ dere Seite ſich ſtellen, und Du allein auf Deinem Bal⸗ kone liegſt und eine Pfeife rauchſt, fern von dem Ge⸗ räuſch und der Gefahr, dunn wäreſt Du lieber geſtor⸗ ben, oder hätteſt nie gelebt, als ſolch ein ſinnlicher Feigling.“

„Die Wahrheit, Freund 1“ entgegnete Arthur un⸗ verwüſtlich; „wo iſt die Wahrheit? Zeigt ſie mir? das iſt die Frage zwiſchen uns, ich ſehe ſie auf beiven Sei⸗ ten. Ich ſehe ſie auf der fonſervativen Seite des Hauſes und unter den Radikalen und ſelbſt auf den miniſteriel⸗

len Bänken. Ich ſehe ſie bei dem Manne, der auf die

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