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Welt des Grauens noch ſuchen wir Menſchen zu verfol⸗ gen und ſchicken ihnen unſre ohnmächtigen Partei⸗ wahrſprüche der Verdammung oder Freiſprechung nach. Wir ſtecken unſre winzigen Meßruthen auf, um den unermeßlichen Himmel zu meſſen, als ob im Vergleich damit Newton's, Paskals oder Shakſpeare's Geiſt erhabener als der meinige wäre; als ob der Strahl, der von der Sonne wandert, mich früher, als den Mann erreichte, der mir die Stiefel wichst. Nach dieſer Höhe gemeſſen, ſind der Größte und der Kleinſte unter uns ſo winzig und erbärmlich niedrig, daß ich ſage, wir ſollten gar keine Berechnung anſtellen, und es iſt eine Gemeinheit, die Differenz kalkuliren zu wollen.“
„Hier hinkt Ihr Gleichniß, Arthur,“ ſagte der Andere mehr zufrieden, „wenn wir ſelbſt mit der ge⸗ meinen Arithmetik beinahe in's Unendliche vergrößern und verkleinern können, ſo muß der große Rechner Alles in Rechnung nehmen, und das Kleine iſt nicht klein, das Große nicht groß vor ſeiner Vnendlichkeit.“
„Ich ziehe dieſe Berechnungen nicht in Frage, „ſagte Arthur, „ich ſage allein, daß die Ihrigen unvollſtändig und voreilig ſind; falſch in der Konſequenz und bei jeder Operation in einen weiteren Irrthum ſich ver⸗ größernd. Ich verdamme nicht den Mann, der Sokrates mordete und Galilei verdammte, ich ſage nur, daß ſie Galilei verdammt und Sokrates gemordet haben.“
„Und doch hatten Sie vor einem Augenblick noch als richtig anerkannt, daß man ſich bei der dermaligen und vermuthlich bei allen andern Thranneien beruhige?“
„Nein: aber daß ich, wenn ein Gegner mich be⸗ broht, deſſen ich ohne Blut und Gewalt los werden kann, lieber ihn auswarte und aushungre, als ihm in dem Kampfe den Garaus mache: Fabius kämpfte ſteptiſch gegen Hannibal. Welcher Römer war ſein coadjutor, von dem wir als Schulknaben im Plutarch
laſen, daß er über ſeine Zögerungen ſpottete, ſeinen


